Insektenstiche wirksam vermeiden

Der Sommer wäre so schön – würden uns nicht zu jeder Tag- und Nachtzeit flugtaugliche Quälgeister umschwirren, deren Stich im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein kann – dann nämlich, wenn er allergische Reaktionen auslöst. Um Stiche von Gelsen, Bienen, Wespen, Bremsen und anderen Insekten zu vermeiden, sollte man sich so gut wie möglich schützen.

Wirksam, nützlich und nebenwirkungsfrei sind physikalische Schutzmethoden und Verhaltensregeln, die bei Babys und Kindern Vorrang haben sollten. Dazu zählt:

  • Fliegengitter vor Fenstern und´Terrassentüren.
  • Moskitoschlafnetze
  • Körperbedeckende Kleidung, die an den Hand- und Fußgelenken dicht abschließt.
  • Bei Mahlzeiten im Freien extrem aufmerksam sein, um den Kontakt mit gefährlichen Insekten zu vermeiden; Speisen und Getränke zudecken, beim Trinken Strohhalme benützen, nie aus Dosen trinken (man sieht nicht, ob sich darin ein Insekt befindet).
  • Kleinkindern nach dem Verzehr süßer Speisen Mund und Hände waschen.
  • Im Freien abgestellte Abfallbehälter verschließen.
  • Nicht bloßfüßig über blühende Wiesen laufen.
  • Nähert sich eine Biene oder Wespe: Ruhe bewahren! Hektische Bewegungen wirken auf das Tier bedrohlich und fördern seine Bereitschaft, zuzustechen.

Synthetische Präparate zur Abwehr von Insekten

Insektenabwehrende Repellentien (lateinisch „repellere“ bedeutet „vertreiben“) wirken zuverlässig, wenn man sie richtig anwendet.

Die Präparate werden auf die Haut aufgetragen, wo die Wirkstoffmoleküle verdunsten und einen Duftmantel bilden, der die Lock- und Orientierungskräfte der Insekten stört. Für schwangere Frauen, stillende Mütter, Babys und Kleinkinder sind die meisten Wirkstoffe jedoch nicht geeignet.

In vielen am Markt erhältlichen Repellentien sind die Wirkstoffe DEET (Diethyltoluamid) oder Icaridin (enthalten z.B. in Autan®) verwendet. EBAAP (Ethyl-Butylacetylaminopropionat) ist ein Wirkstoff, der weniger lang und zuverlässig wirkt, aber auch von empfindlichen Menschen gut vertragen wird. Wenn Sie Fragen zur Wirkung und Verträglichkeit von Insektenschutzmitteln haben, kommen Sie bitte zu uns in die Apotheke – wir informieren Sie gerne!

Natürliche Stoffe

Mit ätherischen Ölen kann man die surrenden Quälgeister auf natürliche Weise abwehren. Tests haben allerdings gezeigt, dass die pflanzlichen Mittel meist nur kurze Zeit und nicht so zuverlässig wie künstlich hergestellte Substanzen vor Insektenstichen schützen. Achtung: Ätherische Öle können die Haut reizen und Allergien auslösen – bitte lassen Sie sich zur korrekten Anwendung in unserer Apotheke beraten.

INSEKTENSCHUTZMITTEL: WICHTIG ZU WISSEN!

  • Für Kinder unter einem Jahr sind synthetische Repellentien nicht geeignet – zum Schutz vor Insekten eignen sich physikalische Maßnahmen wie z.B. Moskitonetze.
  • Kein Repellent schützt hundertprozentig vor Insektenstichen.
  • Repellentien sollten frühzeitig, flächendeckend und lückenlos auf allen freien Hautstellen aufgebracht werden.
  • Repellentien nicht in der Nähe der Augen, Lippen, Nasenöffnungen, auf Schleimhäuten und wunder oder sonnengeröteter Haut auftragen.
  • Insektenschutzmittel, die auf der Haut aufgetragen werden, können die Wirksamkeit von Sonnenschutzmitteln beeinträchtigen. Es wird empfohlen, zuerst den Sonnenschutz aufzutragen, danach 15 bis 20 Minuten zu warten und erst dann das Insektenschutzmittel anzuwenden.
  • Die Schutzdauer hängt von der Wirkstoffkonzentration (empfohlen werden bei DEET und Icaridin mindestens 20%-prozentige Präparationen), von der Insektenspezies und externen Faktoren ab. Nach schweißtreibendem Sport, nach dem Baden oder Duschen ist die Schutzwirkung herabgesetzt.
  • Wird der Schutz nicht mehr benötigt, sollte das Repellent sorgfältig abgewaschen werden.
  • Achtung: Im Ausland eingekaufte Produkte können bedenkliche Wirkstoffe enthalten. Nehmen Sie daher bewährte Produkte aus der Heimat mit – in Ihrer Apotheke berät man Sie zur optimalen Zusammensetzung Ihrer Reiseapotheke.

Inhalte powered by PHOENIX Austria

2018-11-16T20:02:29+00:002015/07/28 |