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Erhöhter Eisenbedarf für Sportler?

17.07.2026
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Erhöhter Eisenbedarf bei Sportlern.

Theodor-Körner-Apotheke

Wie entsteht Eisenmangel?

Ein Eisenmangel entsteht, wenn der Körper nicht genügend Eisen im Blut hat, um die Bildung von Hämoglobin zu unterstützen, das für den Sauerstofftransport benötigt wird. Dies kann zu Symptomen wie Müdigkeit, blasser Haut, Atemnot und Kopfschmerzen führen. Häufige Ursachen sind:

  • Ungenügende Eisenaufnahme: Vegetarische oder unausgewogene Ernährung ohne ausreichende eisenhaltige Lebensmittel.
  • Erhöhter Bedarf: Bei Kindern in der Wachstumsphase oder bei Frauen während der Menstruation.
  • Verlust durch Blutungen: Häufige Blutspender oder Personen mit Magen-Darm-Erkrankungen.

 

Wie erkennt mann Eisenmangel?

Typische Anzeichen eines Eisenmangels sind Abgeschlagenheit, verminderte Leistungsfähigkeit und Konzentrationsprobleme. Ein Bluttest beim Arzt kann Klarheit über deine Eisenwerte bringen

Die ersten Anzeichen eines Eisenmangels sind oft unspezifisch, da der Körper zunächst auf seine Reserven zurückgreift.

Erste spürbare Symptome im Frühstadium sind: 

Müdigkeit und Erschöpfung: Anhaltende Abgeschlagenheit und ein stark nachlassendes Leistungsvermögen.
Konzentrationsschwäche: Häufige Kopfschmerzen, Schwindel und innere Unruhe.
Blässe: Ein blasser Teint, besonders an der Innenseite der Augenlider. 


Mit fortschreitendem Mangel können brüchige Nägel, Haarausfall, rissige Mundwinkel sowie Kurzatmigkeit bei Belastung hinzukommen. 

Da die Symptome vielfältig sind, sollten Sie bei Verdacht einen Arzt aufsuchen. Dieser kann mit einem Blutbild (Bestimmung des Ferritin-Wertes) feststellen, ob ein Mangel vorliegt und ob die Einnahme von Eisenpräparaten notwendig ist. 

Warum haben Sportler einen erhöhten Eisenbedarf?

Sportler haben bei intensivem Training einen deutlich erhöhten Eisenbedarf. 

Die Hauptursachen im Detail:

  • Erhöhter Bedarf & Neubildung: Der Körper benötigt mehr Eisen, um den Muskelstoffwechsel aufrechtzuerhalten, mehr rote Blutkörperchen (Hämoglobin) für den Sauerstofftransport zu bilden und Myoglobin in der Muskulatur zu speichern.
  • Verlust über den Schweiß: Über den Schweiß gehen dem Körper Spurenelemente verloren. Pro Liter können das bis zu 2,5 Mikrogramm Eisen sein.
  • Hämolyse (Zerstörung roter Blutkörperchen): Vor allem bei Ausdauersportarten (z. B. Laufen) werden rote Blutkörperchen durch ständige Erschütterungen (Aufprall auf den Boden) oder durch den erhöhten Druck in den Fußsohlen zerstört. Das darin gebundene Eisen geht verloren. Magen-Darm-Blutungen: Bei hoher körperlicher Belastung wird der Magen-Darm-Trakt schlechter durchblutet, was zu kleinsten (Mikro-)Blutungen und somit zu Eisenverlusten führen kann.
  • Erhöhter Hepcidin-Spiegel: Nach intensiven Trainingseinheiten schüttet der Körper vermehrt das Hormon Hepcidin aus. Dies ist eine natürliche Immunreaktion, die jedoch dazu führt, dass der Darm vorübergehend weniger Eisen aus der Nahrung aufnehmen kann.
  • Ernährung: Sportler haben einen extremen Energiebedarf. Bei einer einseitigen kohlenhydratbetonten Ernährung (z.B. "Carbo-Loading" mit Nudeln) kann die Eisenzufuhr oft zu kurz kommen.

 

Besonders betroffene Sportarten:

Ausdauersportler: Laufen, Marathon, Triathlon und lange Bergtouren

Radfahren: Mountainbiking und Rennradfahren

Schwimmen: Intensive Trainingsbelastung

Leichtathletik: Hohe Beanspruchung durch Kraft und Sprint

Intensives Bergwandern und Mountainbiken gehören zu den absoluten Höchstbelastungen im Ausdauersport. Bei diesen Sportarten kommen mehrere Faktoren zusammen, die das Risiko für einen Eisenmangel massiv erhöhen.

 

Warum diese Sportarten den Eisenmangel begünstigen:

Der „Höhen-Effekt“ (Hypoxie): Schon ab mittleren Höhen (oft spürbar ab ca. 1.500 bis 2.000 Metern) reagiert der Körper auf den niedrigeren Sauerstoffpartialdruck. Er schüttet verstärkt das Hormon Erythropoetin (EPO) aus, um mehr rote Blutkörperchen zu bilden. Für diese akute Neubildung wird extrem viel Eisen aus den Speichern (Ferritin) abgezogen.

Massiver Schweißverlust: Bei langen, steilen Aufstiegen (sowohl zu Fuß als auch auf dem MTB) ist die Schweißproduktion enorm. Pro Liter Schweiß verliert der Körper etwa 1,2 Milligramm Eisen. Bei einer mehrstündigen Tour summiert sich dieser Verlust schnell auf ein kritisches Niveau.

Mechanische Belastung beim Abstieg (Hämolyse): Wenn man nach Höhenmetern bergauf den Rückweg ins Tal antrittst, bedeutet das Gehen bergab eine extreme exzentrische Stoßbelastung für die Muskulatur und die Blutgefäße in den Fußsohlen. Dieser ständige Aufprall zerstört rote Blutkörperchen mechanisch (Fußsohlen-Hämolyse), wodurch das freigesetzte Eisen ungenutzt über die Nieren ausgeschieden wird.

Verdauungstrakt im Sparmodus: Bei harten Anstiegen (besonders in der gebeugten Haltung auf dem Mountainbike) wird Blut aus dem Magen-Darm-Trakt in die arbeitenden Muskeln umgeleitet. Diese kurzzeitige Minderdurchblutung (Ischämie) kann minimale, oft unbemerkte Mikroblutungen im Darm verursachen, über die ebenfalls Eisen verloren geht.

 

Das "Timing-Problem" bei der Regeneration:

Nach einer so intensiven Tagestour schüttet die Leber aufgrund der körperlichen Belastung und kleiner Muskelentzündungen vermehrt das Hormon Hepcidin aus. Hepcidin blockiert die Eisenaufnahme im Darm für etwa 3 bis 6 Stunden nach dem Sport fast vollständig. Wenn man also direkt nach der Tour eine eisenreiche Mahlzeit (wie ein Steak oder Linseneintopf) zu sich nimmt, kann der Körper das Eisen kaum

 

Wie kann ein Mangel vorgebeugt werden?

Sportler sollten auf eine eisenreiche Ernährung achten. Lebensmittel wie rotes Fleisch, Hülsenfrüchte und Blattgemüse können helfen, den Bedarf zu decken. Zudem sind Eisenpräparate, wie z.B. die Eisen-Sticks, eine praktische Lösung, um Defizite auszugleichen.

 

Fazit

Eisen ist ein essentielles Spurenelement, das für die Bildung von roten Blutkörperchen und den Sauerstofftransport im Körper unerlässlich ist. Sowohl für den täglichen Energiehaushalt als auch für die Leistungsfähigkeit spielt es eine zentrale Rolle.

Besonders Sportler sollten ihren Eisenhaushalt im Blick behalten, da sie häufig einen erhöhten Bedarf haben. Eisen ist besonders für Sportler ein wichtiger Nährstoff, um Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden zu erhalten.

Regelmäßige Kontrollen der Eisenwerte und eine angepasste Ernährung sind entscheidend, um einem Mangel vorzubeugen und die sportliche Performance zu steigern.

Für weitere Informationen oder individuelle Beratung, besuchen Sie uns in der Theodor-Körner-Apotheke. Wir beraten Sie gerne!

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