Unser Immunsystem – verbessern Sie ihr körpereigenes Abwehrsystem

Was unser Immunsystem ausmacht und wozu wir es brauchen. Vom Baby über Kinder bis zum Erwachsenen. Welche Einflüsse unser Immunsystem stören und zu Krankheit führen können. Tipps, wie man das Immunsystem stärken und es mit Erneuerungskraft aktivieren kann.

Funktion und Bestandteile des Immunsystems

Unser Körper ist laufend Einflüssen aus der Umwelt ausgesetzt. Einige davon stellen eine Bedrohung für unseren Körper dar. So können eindringende Mikroorganismen zu Funktionsstörungen, Krankheiten und auch Tod führen. Typische Krankheitserreger sind Bakterien, Pilze, Viren, Pilze, Parasiten. Zur Abwehr und Bekämpfung dieser Erreger dient unserem Körper das Immunsystem (von lat.: immunis = unberührt, frei). Es entfernt eingedrungene Mikroorganismen und fremde Substanzen. Außerdem ist es in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist kein einzelnes Organ wie Herz oder Leber. Vielmehr ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zellen und Molekülen. Bestandteile des Immunsystems befinden sich im Darm, in der Haut und in den Schleimhäuten sowie im Knochenmark, in den Lymphknoten und in der Milz. Bekannt sind die weißen Blutkörperchen, von denen es unterschiedliche Typen gibt. Jeder Typ hat seine eigene Funktion und wird je nach Bedarf vom Körper produziert. Wichtigste Fähigkeit des Immunsystems besteht darin, körpereigenes von fremdem „Material“ zu unterscheiden und dieses zu bekämpfen. Das Immunsystem schützt uns vor Infektionen, Krankheiten und schädlichen Substanzen. Alle Lebewesen verfügen über eine solche Abwehrfunktion.

Störungen des Immunsystems, Abwehrsystems

Auch beim Immunsystem können sich Fehler einschleichen. Das Immunsystem kann seine Fähigkeit verlieren, auf Erreger oder körpereigene Zellen angemessen zu reagieren. Je nach Ursache der Störung kommt es entweder zu einer zu schwachen oder gar fehlenden Immunantwort. Zu einer zu starken, überschießenden Immunreaktion. Meist sind es mehrere Faktoren, die zu einer Erkrankung des Immunsystems führen. Ungenügende Immunantwort macht sich durch erhöhte Anfälligkeit für Infekte bzw. eine Immunschwäche bemerkbar. Dabei fehlen einzelne Komponenten der Immun-Antwort ganz – oder - funktionieren nicht mehr richtig. Das Immunsystem kann Krankheitserreger nicht mehr effektiv bekämpfen. Selbst Erkrankungen, welche normalerweise harmlos sind, können dann lebensbedrohliche Verläufe annehmen.

Immun-Defekte können angeboren (angeborenes Immunsystem) oder erworben sein (erworbenes Immunsystem). Ein Beispiel für letzteres ist AIDS. Im Falle einer überschießenden Immunantwort wird zwischen Überempfindlichkeit / Allergien und Autoimmunerkrankungen unterschieden.

Bei einer Überempfindlichkeit/Allergie verliert das Immunsystem die Fähigkeit, auf fremde Eiweiße angemessen zu reagieren. Übermäßige Aktivierung von spezifischen Abwehrzellen kann zu allergischen Reaktionen, wie zum Beispiel Heuschnupfen, führen. Eine Aktivierung dieser Zellen im ganzen Körper kann schwere Symptome bis hin zum sogenannten anaphylaktischen Schock auslösen.

Im Fall von Autoimmunerkrankungen funktionieren die Schutzmechanismen der Selbsttoleranz nicht mehr fehlerfrei. Das Immunsystem beginnt körpereigene Strukturen anzugreifen. Bei diesen Krankheiten ist das üblicherweise gut ausbalancierte Gleichgewicht zwischen spezifischen Abwehrzellen gestört. Beispiele für Autoimmunerkrankungen sind Diabetes Typ I, Arthritis und Multiple Sklerose.

Belastungen für unser Immunsystem

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die das Immunsystem in seiner Funktion zu beeinträchtigen können. Dabei gilt es zu beachten, dass mehrere Faktoren zusammen eine erhöhte Belastung bewirken können. Weitgehend anerkannt ist, dass Ernährung, Genussmittel, Lebensstil und gewisse Medikamente das Immunsystem stören oder sogar blockieren können.

Ernährung

Einseitige Ernährung, Überernährung, Schlankheitskuren und Ess-Störungen. Beispielsweise kann der Konsum von 100 Gramm Zucker (entspricht etwa der Menge in 1 Liter Coca-Cola) die Funktion der weißen Blutkörperchen bis zu 5 Stunden beeinträchtigen. Folge von Fehlernährung ist oft Mangel an lebenswichtigen Nährstoffen.

Genussmittel

Häufiger Konsum von Alkohol, Kaffee und/oder Tabak kann das Immunsystem erheblich belasten. Rauchen beispielsweise vermindert die Funktion der weißen Blutkörperchen stark und erhöht das Risiko für Infektionen enorm.

Lebensstil

Negativer Stress am Arbeitsplatz oder zu Hause, Konflikte, Angst oder Trauer können ebenfalls einen negativen Effekt auf das Immunsystem haben. Schlafmangel bzw. eine schlechte Schlafqualität sowie fehlende Bewegung sind ebenfalls Faktoren, welche das Immunsystem beeinträchtigen können.

Medikamente

Verschiedenste Medikamente werden eingesetzt, um das Immunsystem gezielt zu unterdrücken. Dazu gehören die sogenannten Immun-Suppressiva. Sie werden nach Transplantationen angewendet, um Abstoßungsreaktionen zu verhindern. Zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen wird das Immunsystem ebenfalls durch solche Medikamente herabgesetzt. Als ungewollte Nebenwirkung können Antibiotika, Cortison, Schmerz- und Grippemittel zu einer Schwächung der Immunfunktion führen.

Weitere Faktoren

Darüber hinaus gibt es weitere Faktoren, die im Verdacht stehen, das Immunsystem negativ zu beeinflussen. Dazu gehören:

  • Lebensmittelzusatzstoffe wie Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, u.a.
  • Umweltgifte wie Abgase, Holzschutzmittel, Pestizide, u.a.
  • Physikalische Faktoren wie Strahlung, Elektrosmog oder Magnetfelder

Das stärkt unser Immunsystem

Es gibt jedoch auch eine ganze Menge Faktoren, mit denen Sie Ihr Immunsystem stärken und unterstützen können um seine Funktionen zu verbessern. Als Grundlage für ein gesundes Immunsystem gelten u.a.

  • ausgewogene Ernährung
  • ausreichend Schlaf
  • positive Lebensgefühle - wie Lachen oder ein zufriedenes Leben
  • viel Bewegung in der Natur mit sportlicher Betätigungt
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